Cousiño-Palast, Neoklassizistischer Palast in der Dieciocho Straße, Santiago, Chile.
Palacio Cousiño ist ein neoklassizistisches Gebäude an der Calle Dieciocho in der Gemeinde Santiago, das heute als Museum dient und mehrere Säle mit originaler Einrichtung zeigt. Die Innenräume behalten Marmorböden, geschnitzte Holzbalkendecken und Wandbespannungen aus europäischen Stoffen, die während des Baus aus Frankreich und Italien importiert wurden.
Der französische Architekt Paul Lathoud entwarf diese Residenz für Isidora Goyenechea, Witwe des Bergbauunternehmers Luis Cousiño, und stellte den Bau 1878 fertig. Die Fertigstellung markierte einen neuen Standard für private Residenzen in Chile und spiegelte den wachsenden Reichtum der Minenbesitzer im 19. Jahrhundert wider.
Der Wohnsitz zeigt den Lebensstil der wohlhabenden Bergbaufamilien in Chile und diente regelmäßig als Schauplatz für gesellschaftliche Empfänge der Oberschicht in Santiago. Die original eingerichteten Räume mit ihren französischen Möbeln und Kunstsammlungen vermitteln noch heute einen direkten Eindruck der Wohnkultur dieser Epoche.
Das Museum bietet Führungen auf Spanisch und Englisch von Dienstag bis Samstag an, wobei Voranmeldungen erforderlich sind und nur Kartenzahlung akzeptiert wird. Die Räume liegen auf mehreren Stockwerken, was für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zu beachten ist.
Diese Residenz war das erste Gebäude in Chile mit elektrischen Installationen und verfügte über einen der frühesten Aufzüge des Landes. Die technischen Neuerungen wurden direkt aus Europa mitgebracht und von europäischen Fachleuten installiert.
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