Chilean Museum of Pre-Columbian Art, Kunstmuseum in Santiago, Chile
Das Museum für präkolumbische Kunst ist im Palacio de la Real Aduana untergebracht, der zwischen 1805 und 1807 an der Ecke Bandera/Compañía, einen Block westlich der Plaza de Armas, errichtet wurde. Seine Säle zeigen über 3.000 Stücke von fast 100 Gruppen aus Mesoamerika, dem isthmisch-kolumbianischen Raum, der Karibik, Amazonien und den Anden. Ein 2014 eröffneter Anbau des Architekten Smiljan Radić vergrößerte die Fläche um 70 % für Ausstellung, Depot und Restaurierungslabor.
Es wurde 1981 gegründet und geht auf die Privatsammlung eines Architekten zurück, der über Jahrzehnte hinweg präkolumbianische Werke zusammentrug. Das Gebäude selbst stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurde später als Museum umgestaltet.
Der Name des Museums bezieht sich auf Kunst vor Kolumbus, und die Objekte wurden nach ihrer ästhetischen Qualität ausgewählt, nicht nach ihrem archäologischen Kontext. Zur Textilsammlung gehört ein bemaltes Tuch der Chavín-Kultur von fast 3000 Jahren sowie Chinchorro-Mumien, die ältesten der Welt. Seit 1985 gibt das Museum sein Boletín heraus.
Das Museum liegt nur einen Block von einer U-Bahn-Station entfernt und ist daher leicht zu erreichen. Man sollte mindestens zwei Stunden einplanen, um die Ausstellungen ohne Hast zu erkunden.
Das älteste Textil des Museums ist ein bemaltes Tuch der Chavín-Kultur von fast 3000 Jahren, das im Bereich Zentralanden aufbewahrt wird. Dort sind auch Masken und Kupferfiguren der Moche zu sehen, viele davon aus Gräbern geborgen.
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