Chiripa, Archäologische Stätte am Titicaca-See, Bolivien.
Chiripa ist eine archäologische Stätte in der Nähe des Titicacasees in Bolivien, deren ausgegrabene Siedlung vierzehn Oberhäuser mit Strohdächern und Doppelwänden umfasst. Diese Häuser bilden ein Trapez, das sich um einen rechteckigen versenkten Platz gruppiert, der zwei Zugänge an der Nord- und Südseite besitzt.
Die Kultur entwickelte sich zwischen 1400 und 100 vor Christus am Südufer des Titicacasees und führte Ackerbau sowie komplexe Bautechniken ein. Ausgrabungen begannen im frühen 20. Jahrhundert und brachten Hinweise auf frühe Kartoffelkultivierung zwischen 800 und 500 vor Christus zutage.
Der Name des Ortes bezeichnet heute eine Kulturphase, die vor allem durch ihre besonderen Bestattungen bekannt wurde. Gräber von Kindern wurden mit Steinen markiert und enthielten Beigaben wie Gold, Kupfer, Muscheln und Lapislazuli, die aus entfernten Regionen stammten.
Die Ausgrabungsstätte liegt am südlichen Ufer des Titicacasees in etwa 3800 Metern (12.500 Fuß) Höhe, wo die Bedingungen kühl und windanfällig sein können. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und ausreichend Zeit einplanen, um die verteilt liegenden Strukturen und den zentralen Platz zu erkunden.
Archäologen fanden hier Reste von Kartoffeln aus dem Zeitraum 800 bis 500 vor Christus, was die Stätte zu einem der ältesten belegten Orte der Kartoffeldomestikation macht. Diese Entdeckung belegt, dass Hochlandgemeinschaften am Titicacasee bereits sehr früh systematisch Knollenfrüchte anbauten und bewahrten.
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