Chan Chan, Archäologischer Komplex bei Trujillo, Peru.
Chan Chan ist eine archäologische Stätte im Norden Perus, etwa fünf Kilometer westlich von Trujillo in der Küstenwüste gelegen. Die Anlage besteht aus mehreren ummauerten Arealen mit Lehmziegelbauten, Höfen und unterirdischen Kammern.
Das Zentrum entstand im 9. Jahrhundert und diente als Hauptstadt des Chimor-Reiches bis zur Eroberung durch die Inka um 1470. Jede neue Herrscherin oder jeder neue Herrscher errichtete ein eigenes Verwaltungszentrum innerhalb der Stadt.
Die Wände zeigen Muster mit Meeresfischen, Seevögeln und Wellen, die die enge Verbindung der Chimú mit dem Pazifik darstellen. Besucher sehen heute noch diese Reliefs in den Innenhöfen der Königspaläste, wo zeremonielle Versammlungen stattfanden.
Die Wege führen durch die erhaltenen Bereiche der Lehmbauten, wobei Teile mit Überdachungen vor Regen geschützt sind. Ein Rundgang dauert etwa zwei Stunden und sollte vorzugsweise am Vormittag erfolgen, wenn die Sonne noch nicht zu stark brennt.
Die Stadt hatte ein ausgeklügeltes Wassersystem mit Brunnen, die bis zu zwölf Meter tief in den Boden reichten. Die Chimú nutzten auch künstliche Teiche zur Aufzucht von Fischen und zur Bewässerung ihrer Felder.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.