Churute Mangroves Ecological Reserve, Naturschutzgebiet in Guayaquil, Ecuador
Das ökologische Schutzgebiet Manglares Churute umfasst rund 50.000 Hektar zwischen den Kantonen Naranjal und Guayaquil, im inneren Ästuar des Golfs von Guayaquil. Es vereint 35.000 Hektar Mangrove mit den Churute-Hügeln, der Lagune El Canclón und dem Cerro Masvale, der 1.000 Meter erreicht. Die Hügel liegen oft im Nebel und tragen Garúa-Wald; der Hauptzugang befindet sich bei Kilometer 16 der Straße Boliche-Puerto Inca.
Das Gebiet wurde am 26. Juli 1979 als erstes Mangrovenschutzgebiet an der kontinentalen Küste Ecuadors unter Schutz gestellt. Diese Entscheidung markierte einen Wendepunkt im Naturschutz des Landes und zeigte das Engagement für die Erhaltung dieser wichtigen Lebensräume.
Im Reservat liegen Siedlungen, deren Bewohner Ackerbau und Viehzucht betreiben; das Kontrollpersonal patrouilliert die Ästuare per Boot und die Wege per Motorrad und Fahrrad. Das Besucherzentrum besitzt eine Bibliothek und ein Computerzentrum, die im Rahmen von Vereinbarungen zwischen CEDEGE, dem Umweltministerium und der Fundación Natura gestiftet wurden. Auf derselben Grundlage entstanden Studien zur Roten Krabbe und zum Tourismus.
Der Eingang befindet sich bei Kilometer 16 der Straße Boliche-Puerto Inca, mit Übernachtungsmöglichkeiten und geführten Wanderwegen verfügbar. Besucher sollten wasserbeständige Kleidung und Insektenschutzmittel mitbringen, da das Gelände sumpfig ist und tropische Insekten verbreitet sind.
Die Reserva beherbergt die größte Population Ecuadors des Hornwehrvogels (Anhima cornuta), lokal Aruco genannt. An ihren Hügeln wächst Picramnia tumbesina, die nur am Cerro Masvale zwischen 200 und 400 Metern bekannt ist, und in den höheren Lagen leben einige typisch andine Vogelarten.
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