Provinz Cañar, Provinz mit Inka-Ruinen im Süden Ecuadors
Die Provinz Cañar ist eine Verwaltungsregion im südlichen Hochland Ecuadors, die sich von tropischen Tälern bis zu kühlen Bergplateaus erstreckt. Kleinere Städte und Dörfer liegen entlang kurvenreicher Straßen, die durch Ackerland, Eukalyptuswälder und offene Graslandschaften führen.
Die Region wurde 1880 offiziell als Provinz gegründet, nachdem sie zuvor Teil größerer Verwaltungseinheiten war. Vor der spanischen Kolonialzeit war das Gebiet Heimat der Cañari und später Teil des Inka-Reiches, dessen Bauwerke noch zu sehen sind.
Die Bezeichnung der Provinz stammt vom Volk der Cañari, deren Nachfahren heute noch in den Gemeinden rund um Ingapirca und im Hochland leben. Lokale Familien erzählen Geschichten über alte Handelswege und sprechen neben Spanisch oft Kichwa, besonders bei Zeremonien und Festen auf den Dorfplätzen.
Die Hauptstadt Azogues ist der zentrale Anlaufpunkt für Übernachtungen und Dienstleistungen, mit regionalen Bussen, die kleinere Orte und Gemeinden verbinden. Bergstraßen können bei Regen rutschig werden, daher ist es ratsam, vor Fahrten in höhere Lagen Wetterbedingungen zu prüfen.
Auf den Märkten in mehreren Gemeinden verkaufen Handwerker fein geflochtene Strohhüte, die oft fälschlicherweise Panama-Hüte genannt werden, obwohl sie aus Ecuador stammen. Die Region stellt auch Zhumir her, ein traditionelles Getränk aus Zuckerrohr, das in Hausbrennereien abgefüllt wird und bei Dorffeiern getrunken wird.
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