Nationalpark Amacayacu, Nationalpark im Amazonas-Trapez, Kolumbien
Der Amacayacu-Nationalpark erstreckt sich über 293.500 Hektar tropischen Regenwald im Amazonas-Trapez und umfasst überschwemmte Wälder, Feuchtgebiete und Flusssysteme entlang des Amazonas. Das Schutzgebiet bietet unterschiedliche Vegetationszonen, von Uferwäldern bis zu höher gelegenen Regenwaldabschnitten, die zahlreichen Arten Lebensraum bieten.
Der Park wurde 1975 geschaffen, als INDERENA-Direktor Julio Carrizosa den Schutz von rund 4.220 Quadratkilometern Dschungel durchsetzte und die Jagd für den internationalen Pelzhandel verbot. Die Initiative ging auf eine Anfrage von Julia Allen Field zurück, die die Forschungsstation La Manigua am Río Cothué errichtet hatte. Am 30. September 1975 wurden in Tarapacá der Park und ein Verbot der Holzfällerei verkündet.
Die Tikuna leben noch heute auf etwa einem Fünftel der Schutzgebietsfläche und pflegen dort ihre Sprache und überlieferten Bräuche. Besucher können an Begegnungen mit Gemeindemitgliedern teilnehmen und dabei Einblicke in deren Alltag am Fluss gewinnen.
Markierte Pfade führen durch den Regenwald und ermöglichen Tierbeobachtungen, während Bootsfahrten auf dem Tarapoto-See Begegnungen mit Flussdelfinen bieten. Führungen mit Einheimischen vertiefen das Verständnis für die Umgebung und erleichtern die Orientierung im Gelände.
Der Name des Parks stammt aus dem Quechua und bedeutet „Fluss der Hängematten“; das Volk der Ticuna lebt noch heute in seinen 4.220 Quadratkilometern. Besucher schlafen in Hängematten oder Hütten am Besucherzentrum, und Bootsfahrten führen zur Isla de los Micos, nach Mocagua und zum Tarapoto-See, wo rosafarbene Flussdelfine zu sehen sind.
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