Beagle-Kanal, Meerenge im Feuerland-Archipel, Argentinien und Chile
Der Beagle-Kanal ist eine Wasserstraße zwischen der großen Insel Feuerland und kleineren Inseln weiter südlich, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Er erstreckt sich über 240 Kilometer durch eines der südlichsten Seegebiete der Erde und führt durch Landschaften mit schroffen Bergen und windgepeitschten Küsten.
Eine britische Expedition kartierte diesen Wasserweg zwischen 1826 und 1830 zum ersten Mal genau und gab ihm seinen heutigen Namen. Die erstellten Karten ermöglichten später sichere Schifffahrt in einer Region, die zuvor nur ungenau bekannt war.
Der Wasserweg trägt den Namen eines Schiffes aus dem neunzehnten Jahrhundert und bildet heute eine internationale Grenze zwischen zwei Ländern. Entlang der Ufer finden Besucher noch Spuren sehr alter Siedlungen, die zeigen, wie Menschen in dieser rauen Gegend über Jahrtausende lebten.
Schiffe fahren am besten von Oktober bis März durch diese Passage, wenn die Wetterbedingungen stabiler sind als im Winter. Internationale Schiffe benötigen in bestimmten Abschnitten einen einheimischen Lotsen, da Strömungen und Untiefen genaue Ortskenntnisse erfordern.
Wer mit dem Boot unterwegs ist, kann häufig Seelöwen, Pinguine und Delfine beobachten, die sich in den kalten Gewässern an vielen Stellen zeigen. In der Nähe liegen zwei der südlichsten bewohnten Orte der Welt, von denen aus zahlreiche Touren starten.
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