Viedma, Provinzhauptstadt im nördlichen Patagonien, Argentinien
Viedma liegt am südlichen Ufer des Río Negro, etwa 30 Kilometer von der Atlantikküste entfernt auf einer Höhe von 12 Metern. Die Stadt erstreckt sich entlang des Flusses mit niedrigen Gebäuden und breiten Straßen, die sich vom Ufer bis zur offenen Steppe erstrecken.
Francisco de Viedma y Narváez gründete den Ort am 22. April 1779 unter dem Namen Nuestra Señora del Carmen als eine der ersten europäischen Siedlungen in Patagonien. Die Ansiedlung sollte die Kontrolle Spaniens über den Fluss und den Zugang zum Landesinneren sichern.
Die Bewohner der Stadt sind durch ihre Lage an der Grenze zwischen fruchtbarem Flusstal und patagonischer Steppe geprägt. Das Leben spielt sich vor allem entlang des Flussufers ab, wo Fischer ihre Netze auslegen und Familien am Wochenende auf gemauerten Grillplätzen zusammenkommen.
Zwei Brücken verbinden die Stadt mit Carmen de Patagones am Nordufer: die Straßenbrücke Basilio Villarino und eine eiserne Eisenbahnbrücke aus den 1930er Jahren. Der Fluss ist bei Wind manchmal unruhig, und die Sonne scheint hier oft kräftig.
In den 1980er Jahren sollte die Stadt zur neuen Bundeshauptstadt Argentiniens werden und Buenos Aires ablösen. Das Projekt wurde vom Kongress verabschiedet, doch die Umsiedlung wurde nie umgesetzt und geriet nach 1987 in Vergessenheit.
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