Quinta de Olivos, Präsidentenresidenz in Olivos, Argentinien.
Die Quinta presidencial de Olivos ist eine neoklassizistische Residenz im Partido Vicente López, die heute als Amtssitz des argentinischen Präsidenten dient. Die Anlage erstreckt sich über bewaldete Flächen mit Alleen, die zum Hauptgebäude mit seiner italienischen Fassade und mehrstöckigen Aussichtsplattformen führen.
Der Architekt Prilidiano Pueyrredón entwarf das Anwesen 1854 für die Familie Azcuénaga, die es als Sommersitz nutzte. Carlos Villate Olaguer schenkte die Quinta 1918 dem argentinischen Staat, woraufhin sie zur offiziellen Präsidentenresidenz wurde.
Der Name Olivos stammt von den Olivenbäumen, die einst im Viertel wuchsen, als wohlhabende Familien aus Buenos Aires hier ihre Landsitze bauten. Die Anlage zeigt noch heute, wie argentinische Eliten Mitte des 19. Jahrhunderts europäische Architektur mit weitläufigen Gärten am Flussufer verbanden.
Das Gelände liegt im nördlichen Großraum Buenos Aires und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da es als Arbeits- und Wohnbereich des Präsidenten dient. Besucher können die Außenmauern und das Eingangstor von den umliegenden Straßen aus sehen.
Pueyrredón entwarf das Gebäude mit einem achteckigen Aussichtsturm im neoklassizistischen Stil, der zum Río de la Plata ausgerichtet ist. Die Terrassen sind so angeordnet, dass sie verschiedene Blickwinkel auf den Fluss und die umgebende Vegetation bieten.
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