Errázuriz Palace, Kunstmuseum und nationales historisches Monument in Palermo, Buenos Aires, Argentinien
Der Errázuriz-Palast ist ein viergeschossiges Stadtpalais im französischen Akademiestil in Palermo, Buenos Aires, heute Nationalmuseum für Dekorative Kunst. Seine Fassaden im Louis-XVI-Stil sind mit Pariser Steinimitat verkleidet, mit einem zentralen Giebel und einem Portikus aus vier kannelierten Säulen hinter einem schwarzen Eisenzaun. Im Inneren hat die Vorhalle aus Stuc pierre dorische Pilaster und eine gewölbte Kassettendecke, und die Räume umfassen mehr als 200 Jahre französischer Dekoration.
1911 beauftragten die Alvear-Geschwister den französischen Architekten René Sergent, der den Palast entwarf, ohne je nach Argentinien zu reisen; die lokale Firma Lanús y Hary leitete den Bau ab Anfang der 1910er Jahre, verzögert durch Materialmangel im Ersten Weltkrieg und durch aus Europa eingeführte Materialien und Handwerker. Die Errázuriz-Alvear wohnten etwa zwanzig Jahre hier; 1937 kaufte der argentinische Staat das Haus für einen symbolischen Preis samt dem Großteil des Mobiliars, und am 16. Mai 1997 wurde es zum Nationalen Historischen Monument erklärt.
Das Gebäude beherbergt das Museo Nacional de Arte Decorativo und ist zugleich Sitz der Academia Argentina de las Letras und der Academia Nacional de Bellas Artes. Seine Räume führen durch über 200 Jahre französischer Dekorationsstile, vom Louis XVI bis zum Art-déco-Petit-Salon von José María Sert im ersten Stock.
Der Palast liegt an der Avenida del Libertador 1902 in Palermo, hinter einem Eisenzaun mit Spitzen und kreisförmigen Motiven; der Eingangsportikus hat vier kannelierte Säulen. Das Gebäude hat vier Geschosse, die Gesellschaftsräume liegen im Hauptgeschoss, das die Ehrentreppe vom Vestibül aus erreicht. Seit 2018 wird das originale Mobiliar oft für Wechselausstellungen entfernt, sodass sich die Raumgestaltung von Besuch zu Besuch ändert.
René Sergent leitete das Projekt von Paris aus, ohne je nach Argentinien zu reisen; ausgeführt wurde es vor Ort von der Firma Lanús y Hary. Die Gärten von Achille Duchêne waren als Freiluftsalons angelegt, und da das Haus fast das ganze Grundstück füllt, öffnet sich der Ehrenhof direkt zu einem von ihnen.
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