Templo Libertad, Synagoge in Buenos Aires, Argentinien
Der Templo Libertad ist eine Synagoge in der Libertad-Straße 769 in Buenos Aires, nahe dem Teatro Colón. Seine eklektizistische historistische Fassade verbindet neuromanische und byzantinische Einflüsse nach Vorbild deutscher Synagogen des 19. Jahrhunderts. Die Front zeigt konzentrische Rundbögen mit einem Davidstern, einen Priestersegen über dem Eingang, die Gesetzestafeln und zwölf Medaillons der Stämme Israels. Im Inneren fassen drei hohe Schiffe mit Marmorsäulen 700 Gläubige, und eine Apsis mit Glasfenstern beleuchtet die Tora.
Die jüdische Gemeinde wurde 1862 gegründet und errichtete die Synagoge 1897 an ihrer heutigen Stelle. Umfassende Umgestaltungen in den 1930er Jahren gaben dem Gebäude sein gegenwärtiges Erscheinungsbild.
Die 1862 gegründete Gemeinde ist die älteste Argentiniens; ihr Name Templo Libertad stammt von der Straße Libertad, an der die Synagoge unter Nummer 769 steht. Das Gebäude beherbergt zudem ein Museum zur jüdischen Geschichte, und die Walcker-Orgel wird für wöchentliche Konzerte in Zusammenarbeit mit dem Teatro Colón genutzt.
Der Tempel befindet sich im zentralen Geschäftsviertel und ist für Besucher mit Führungen zugänglich. Es lohnt sich, im Voraus nachzufragen, ob gerade Gottesdienste stattfinden, um die beste Zeit für einen Besuch zu planen.
Die Walcker-Sinfonieorgel, Opus 2339, wurde 1931 in Ludwigsburg für diese Synagoge gebaut und ist eine von nur drei vor 1933 für Synagogen hergestellten Walcker-Orgeln, die weltweit erhalten sind. Nach 15 Jahren Stillstand restaurierten argentinische Techniker sie 2016–2017 mit neuen, in Deutschland gefertigten Pfeifen; am 8. Juni 2017 wurde sie im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder eingeweiht.
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