Memory Park, Gedenkpark am Rio de la Plata in Belgrano, Argentinien
Memory Park ist eine Gedenkstätte am Ufer des Río de la Plata im Stadtteil Belgrano in Buenos Aires, die sich über etwa fünfeinhalb Hektar erstreckt. Die Anlage umfasst achtzehn Skulpturen verschiedener Künstler, eine Wand mit den Namen der Opfer und Rasenflächen, die sich bis zum Flussufer hinziehen.
Das Gelände entstand 1998 durch das Gesetz Nr. 46 zur Erinnerung an die Menschen, die während der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 verschwanden. Die Schaffung des Parks markierte den offiziellen Beginn der öffentlichen Anerkennung der staatlichen Verbrechen in jenem Zeitraum.
Der Name selbst weist auf die Aufgabe hin, das Gedächtnis der Verschwundenen wach zu halten, während Besucher zwischen den Skulpturen und entlang der Gedenkwand gehen. Auf Rasenflächen und offenen Plätzen begegnen sich Menschen still, manche legen Blumen ab oder verweilen vor den eingravierten Namen ihrer Angehörigen.
Der Zugang zum Gelände ist täglich möglich, die Gedenkstätten im Freien und die Innengalerien stehen Besuchern offen. Am Wochenende und an Feiertagen kann man bis 19 Uhr durch die Anlage gehen und die Werke in Ruhe betrachten.
Die Anlage liegt etwa 300 Meter vom ehemaligen Militärflughafen entfernt, von dem aus zahlreiche Gefangene zu den sogenannten Todesflügen über dem Río de la Plata gebracht wurden. Diese räumliche Nähe macht den Ort zu einem direkten Zeugnis der Tragödie, die sich hier ereignet hat.
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