Memorial en Recordación de los Detenidos Desaparecidos, Kriegsdenkmal im Vaz Ferreira Park, Montevideo, Uruguay.
Das Memorial en Recordación de los Detenidos Desaparecidos steht im Parque Carlos Vaz Ferreira am Südhang des Cerro von Montevideo. Sein Mittelteil besteht aus zwei Glaswänden mit den Namen von 174 Personen, die auf einer geometrischen Betonkonstruktion ruhen, die seitlich den natürlichen Fels sichtbar lässt. 2014 wurde es zum Nationalen Historischen Monument erklärt.
Der Gedenkort geht auf eine Initiative des Senators Manuel Singlet gegenüber Montevideos Bürgermeister Mariano Arana zurück. Im Juni 1998 genehmigte der Stadtrat das Projekt, und ein nationaler Wettbewerb brachte 42 Entwürfe; gewonnen wurde der Entwurf der Architekten Martha Kohen und Ruben Otero mit dem Künstler Mario Sagradini. Der Bau begann im August 2001, und das Denkmal wurde am 10. Dezember 2001, dem Tag der Menschenrechte, eingeweiht. 2014 wurde es zum Nationalen Historischen Monument erklärt.
Die Inschriften auf den Glastafeln zeigen die Namen der Verschwundenen und schaffen einen Ort der Trauer, an dem Besucher die Geschichte dieser Menschen unmittelbar confrontiert. Der Ort wird von Angehörigen und Interessierten aufgesucht, um an die Opfer zu erinnern und ihre Geschichten zu bewahren.
Das Denkmal liegt im öffentlich zugänglichen Vaz Ferreira Park und ist das ganze Jahr über kostenlos erreichbar, ohne zeitliche Einschränkungen. Der Besuch funktioniert am besten bei Tageslicht, wenn die Namen deutlich lesbar sind und die Wasserfläche des Rio de la Plata hinter den Glasflächen sichtbar wird.
Zum Wettbewerb von 1998 wurden 42 Projekte eingereicht; das Siegerteam bestand aus der Architektin Martha Kohen, dem Architekten Ruben Otero und dem bildenden Künstler Mario Sagradini, mit dem Agraringenieur Rafael Dodera, Diego López de Haro und Pablo Frontini. Die Betonkonstruktion lässt an der Seite den natürlichen Fels des Südabhangs des Cerro sichtbar. Der Gedenkort erhielt 2002 den ersten Preis der Panamerikanischen Architekturbiennale von Quito und eine Silbermedaille der ersten Kunstbiennale von Miami.
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