Ischigualasto, Provinzpark in San Juan, Argentinien
Ischigualasto liegt auf 1291 Metern Höhe und zeigt über 62.916 Hektar verwitterte Gesteine in Grautönen, Rotbraun und blassem Gelb, die durch Wind und Temperaturwechsel geformt wurden. Die Landschaft breitet sich als weite Ebene mit einzelnen Hügeln und Tafelbergen aus, in denen versteinerte Überreste aus dem Erdmittelalter verborgen liegen.
Die Provinzregierung von San Juan erklärte Ischigualasto im Jahr 1971 zum Schutzgebiet, nachdem Paläontologen begonnen hatten, die Bedeutung der Fossilienfunde zu dokumentieren. Im Jahr 2000 wurde der Park zusammen mit dem benachbarten Talampaya von der UNESCO als Welterbestätte anerkannt.
Der Name Ischigualasto stammt aus der Sprache der Diaguita und bedeutet so viel wie Ort ohne Leben, eine Anspielung auf die weite Mondlandschaft aus grauem und rötlichem Gestein. Besucher folgen heute einem markierten Rundweg, der an bizarr geformten Felsen vorbeiführt, die nach Tieren oder Gegenständen benannt wurden.
Der Park öffnet täglich zwischen 8 und 17 Uhr und bietet eine 40 Kilometer lange Rundfahrt mit fünf Aussichtspunkten, die nur mit einem Führer befahren werden darf. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind wegen der intensiven Strahlung und dem steinigen Boden unerlässlich.
Im Ischigualasto liegen sämtliche Gesteinsschichten aus der Triaszeit ungestört übereinander, was Forschern erlaubt, die Entwicklung früher Wirbeltiere lückenlos zu verfolgen. Manche Fossilien sind so gut erhalten, dass selbst Hautabdrücke und feine Knochenstrukturen sichtbar bleiben.
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