Teatro del Libertador General San Martín, Nationaltheater und Konzertsaal in Córdoba, Argentinien
Das Teatro del Libertador General San Martín steht auf einem unregelmäßig geformten Grundstück an der Avenida Vélez Sarsfield, zwischen Duarte Quirós und Bulevar San Juan. Hinter einer kurzen Freitreppe erhebt sich die helle Steinfassade mit hohen dunklen, von Pilastern gerahmten Öffnungen, drei Bogenfenstern hinter einem Balusterbalkon und einem zurückgesetzten Mittelteil, in dem Säulen zu einer Skulptur an der Dachlinie führen. Hinter der Fassade, die nur zwei Geschosse zeigt, liegen fünf Etagen und ein Untergeschoss mit vier Logenreihen über dem Parkett.
1887 schlug Justizminister Ramón J. Cárcano Gouverneur Ambrosio Olmos einen Konzertsaal vor; Olmos sicherte die Finanzierung durch die Legislatur von Córdoba und beauftragte Francesco Tamburini, während Ingenieur Giuseppe Franceschi die Bauleitung übernahm. Das Theater wurde am 26. April 1891 als Teatro Rivera Indarte eröffnet. 1950 nach General José de San Martín benannt, hieß es ab 1956 wieder Rivera Indarte und trägt seit 1973 erneut den Namen San Martín.
Das Theater ist eng mit der Identität Córdobas verbunden und war schon immer ein Ort, wo die künstlerische Gemeinschaft der Stadt zusammenkommt. Hier treten regelmäßig lokale Orchester und Ballettgruppen auf, die das kulturelle Leben der Stadt prägen.
Das Theater liegt an der Avenida Vélez Sarsfield zwischen Duarte Quirós und Bulevar San Juan; der Anbau Carlos Guastavino hat seine Front an der Straße Duarte Quirós 165. Der Hauptsaal liegt ein Stockwerk über dem Eingangsniveau und ist über eine kurze Treppe erreichbar; die fünf tatsächlichen Geschosse des Gebäudes wirken von der Fassade aus wie zwei. Die Säle Luis de Tejeda und Rafael Grisolía fassen je etwa hundert Personen und sind vor allem für Seminare und das Jugendorchester reserviert.
Das Gebäude bewahrt seine ursprüngliche Bühnenmaschinerien aus dem 19. Jahrhundert in funktionsfähigem Zustand, eine Rarität unter historischen Theatern weltweit. Besucher können sehen, wie diese alten Systeme noch immer verwendet werden, um Dekorationen und Effekte während der Aufführungen zu manipulieren.
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