Isla Martín García, Naturschutzgebiet und Kulturerbestätte in der Provinz Buenos Aires, Argentinien
Martín García ist eine Insel an der Mündung des Río de la Plata, wo sich die Strömungen des Uruguay und des Paraná treffen. Felsiges Gelände prägt die Landschaft, während nur wenige Gebäude und Wege das kleine Territorium durchziehen.
Eine spanische Expedition benannte das Eiland 1516 nach ihrem Lagerverwalter, der während der Reise verstarb und hier begraben wurde. Später nutzten argentinische Behörden den Ort als Militärstützpunkt und Gefängnis für politische Häftlinge.
Die ehemaligen Gefängnisgebäude aus dem 19. Jahrhundert stehen noch heute auf der Insel, ihre Zellen und Höfe sind begehbar. Besucher können durch diese Räume laufen und sich vorstellen, wie politische Gefangene hier ihre Zeit verbrachten.
Boote fahren regelmäßig vom Hafen in Tigre ab und brauchen etwa zwei Stunden für die Überfahrt über den Río de la Plata. Wege auf der Insel sind meist flach, einige Abschnitte führen über steinigen Untergrund.
Über 150 Schmetterlingsarten leben auf dem Eiland, darunter der argentinische Flaggenfalter, der sonst kaum in der Region vorkommt. Naturforscher haben hier Arten dokumentiert, die man auf dem nahen Festland nicht mehr findet.
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