Paleorrota, Geopark in Rio Grande do Sul, Brasilien.
Paleorrota ist ein Geopark, das sich über die Zentralregion von Rio Grande do Sul erstreckt und Gesteinsschichten aus dem Perm und der Trias enthält. Das Gelände umfasst etwa 48 Gemeinden mit verschiedenen Fundstellen, an denen man fossile Überreste aus diesen zwei Erdzeitaltern sehen kann.
Die ersten Fossilien wurden 1902 beim Alemoa-Hügel in Santa Maria gefunden, als Jango Fischer Reste an Hermann von Ihering sandte; Arthur Smith Woodward erkannte dort ein landbewohnendes Reptil und benannte es Scaphonyx fischeri. Friedrich von Huene leitete 1928–29 eine Expedition, und Llewellyn Ivor Price grub zwischen den 1930er und 1950er Jahren in der Region und entdeckte 1936 Staurikosaurus.
Das Maskottchen der Region, Dinotchê, ist ein als Gaucho gekleideter Dinosaurier, der Mate trinkt und Churrasco von Rincosaurus und Dinodontosaurus isst. Die Flagge Paleorrotas übernimmt die Flagge von Rio Grande do Sul und setzt einen weißen Staurikosaurus in die Mitte, als Hommage an den ersten brasilianischen Dinosaurier, den Llewellyn Ivor Price bei Santa Maria fand. Die 2010 gegründete Grupo Paleorrota vernetzt Interessierte aus Tourismus, Forschung und Bildung.
Paleorrota erstreckt sich über mehrere Zehntausend Quadratkilometer entlang der BR-287, der „Dinosaurierroute“, im Zentrum von Rio Grande do Sul. Die wichtigsten fossilführenden Formationen liegen bei Santa Maria, São Pedro do Sul und Mata; von diesen Städten aus sind auch die versteinerten Wälder im Norden erreichbar. Das Forschungszentrum CAPPA entsteht in São João do Polêsine an der Landstraße RS 149 nahe dem Denkmal Nossa Senhora da Salete.
In den Gesteinen der Santa Maria-Formation wurden Überreste von Staurikosaurus gefunden, einem der frühesten bekannten Dinosaurier. Diese Funde zeigen auch Spuren von Lebensräumen sowohl an Land als auch im Wasser, was einen Blick auf die Vielfalt der damaligen Welt eröffnet.
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