Rio Grande do Sul, Verwaltungseinheit im Süden Brasiliens.
Rio Grande do Sul ist eine Verwaltungseinheit im Süden Brasiliens, die über verschiedene Reliefformen vom Atlantik bis zur Grenze mit Uruguay reicht. Das Gebiet umfasst Ebenen, Hochland und Küstenzonen, wo Lagunen und Feuchtgebiete das flache Terrain begleiten und die Landschaft von Weideflächen bis zu bewaldeten Hügeln wechselt.
Portugiesische und spanische Truppen stritten jahrhundertelang um das Gebiet, bis im 18. Jahrhundert diplomatische Verträge die Zugehörigkeit zur portugiesischen Krone festlegten. Später zogen Einwanderungswellen aus Europa neue Siedler an, die das ländliche Innere aufbauten und die Wirtschaft um Landwirtschaft und Viehzucht ausrichteten.
Ortschaften im ländlichen Gebiet feiern noch immer Volksfeste mit deutscher und italienischer Prägung, bei denen Blasmusik, Polka und traditionelle Speisen wie Sauerkraut oder Polenta die Atmosphäre bestimmen. Besucher erleben diese Einflüsse auch in den Gasthöfen und Bauernhöfen, wo Familienrezepte und das Brauchtum der Einwanderer den Alltag strukturieren.
Die Hauptstadt Porto Alegre dient als Ausgangspunkt für Fahrten ins Landesinnere und bietet öffentliche Ämter, Gesundheitsdienste und Transportknotenpunkte. Kleinere Städte im Hinterland sind über Straßen miteinander verbunden, wobei Entfernungen variieren und Reisen je nach Ziel mehrere Stunden in Anspruch nehmen können.
Eine Reihe miteinander verbundener Lagunen im Küstenbereich bildet ein ausgedehntes Wassersystem, das Süß- und Salzwasser mischt und Lebensraum für seltene Vogelarten bietet. Besucher beobachten dort Pelikane, Schwäne und Flamingos, die sich in den flachen Buchten und Inseln aufhalten und das Ufer zu jeder Jahreszeit beleben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.