Estádio Beira-Rio, Fußballstadion in Porto Alegre, Brasilien.
Das Estádio Beira-Rio ist ein Fußballstadion am Ufer des Guaíba in Porto Alegre, Heimspielstätte des Sport Club Internacional. Die weiße Außenfassade besteht aus hohen, sich wiederholenden, geschwungenen vertikalen Rippen, die sich nach oben verbreitern, dazwischen sind grüne Paneele sichtbar. Das Gebäude umschließt eine tiefe offene Schüssel: Ein durchgehender unterer Ring roter Sitze umgibt das grüne Spielfeld, darüber verläuft ein weißer oberer Rand mit einer Reihe kleiner, sich wiederholender Dachstützen.
Der Bau begann Ende der 1950er Jahre auf aufgeschüttetem Land, wurde jedoch durch finanzielle Schwierigkeiten unterbrochen, bis Spendenaktionen der Fans die Fertigstellung 1969 ermöglichten. Internacional besiegte Benfica vor etwa 100.000 Zuschauern bei der Eröffnung, und Jahrzehnte später wurde das Gelände für die Weltmeisterschaft 2014 umfassend modernisiert.
Der offizielle Name ehrt José Pinheiro Borda, den portugiesischen Einwanderer, der die Baukommission leitete und im April 1965 vor der Fertigstellung starb. Nach der Ziegelkampagne von 1967 spendeten Anhänger Ziegel, Zement und Eisen; manche, darunter der spätere Idol Falcão, brachten Material selbst zur Baustelle. Der Beiname Gigante da Beira-Rio verweist auf das Ufer des Guaíba-Sees, an dem das Stadion steht.
Das Stadion steht auf einer Aufschüttung am Guaíba; seine 26 Sektoren sind durch fünf Zwischenräume verbunden, der untere Rang liegt auf 5,50 m, der obere auf 10,40 m. Der Zugang erfolgt über die Uferpromenade; es gibt 5.500 Parkplätze und 81 Toiletten. Die alte Stehplatzgrube „coreia“ unter dem unteren Rang wurde 2004 aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Der Ingenieur José Pinheiro Borda verstarb während der Bauphase, und die Anlage trägt inoffiziell auch seinen Namen als Ehrung. Während der Weltmeisterschaft 2014 fanden hier fünf Begegnungen statt, darunter ein Achtelfinale zwischen Frankreich und Nigeria.
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