Estância Velha, Industriegemeinde in Rio Grande do Sul, Brasilien.
Estância Velha ist eine Gemeinde im Bundesstaat Rio Grande do Sul, die sich als Zentrum der Lederverarbeitung entwickelt hat. Das Stadtgebiet umfasst Wohnviertel, Fabrikareale und landwirtschaftliche Flächen, die in den südbrasilianischen Landschaften eingebettet sind.
Die Gemeinde entstand 1959 als eigenständige Verwaltungseinheit nach langer Entwicklung als Siedlungsgebiet. Deutsche Einwanderer ließen sich hier ab den 1820ern nieder und legten damit den Grundstein für die spätere Industrialisierung.
Die Lederindustrie prägt das Leben hier seit Jahrzehnten und hat das Stadtbild dauerhaft verändert. Handwerkliche Traditionen und moderne Fabrikation mischen sich in den alltäglichen Arbeitsabläufen der Einwohner.
Das Gebiet ist gut durch Straßen mit größeren regionalen Zentren verbunden und lässt sich vom Ballungsraum Porto Alegre aus erreichen. Besucher sollten mit dem Auto rechnen, da der Ort nicht für Fußgänger ausgelegt ist.
Das Gebiet liegt im Einzugsgebiet des Sinos-Flusses, wo einst eine königliche Flachsfabrik stand. Diese historische Stätte aus dem späten 18. Jahrhundert zeigt noch Spuren ihrer industriellen Vergangenheit.
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