Santa Cruz do Sul, Tabakproduktionszentrum in Rio Grande do Sul, Brasilien.
Santa Cruz do Sul ist eine mittelgroße Stadt im zentralen Teil von Rio Grande do Sul, etwa 150 km westlich von Porto Alegre. Die Umgebung besteht aus sanften Hügeln, auf denen weitläufige Tabakfelder wachsen, unterbrochen von Industrieanlagen und Wohnvierteln.
Deutsche Kolonisten gründeten die Siedlung 1849, und sie wurde 1877 offiziell als Gemeinde anerkannt. Im 20. Jahrhundert wandelte sich der Ort von einem Bauerndorf zu einem Zentrum der Tabakindustrie.
Die Stadt pflegt ihre deutschstämmige Herkunft durch Fachwerkhäuser, Bäckereien mit europäischem Gebäck und Wirtshäuser, in denen man deutschsprachige Speisekarten findet. Beim Spaziergang durch das Zentrum fallen die zweisprachigen Schilder und die Kirchen auf, die an mitteleuropäische Baustile erinnern.
Ein Regionalflughafen liegt einige Kilometer außerhalb des Zentrums und verbindet die Stadt mit anderen Städten in Südbrasilien. Überlandbusse fahren regelmäßig nach Porto Alegre und zu kleineren Nachbarorten.
Die Gemeinde organisiert jedes Jahr eines der größten Oktoberfeste außerhalb Deutschlands, mit mehr als einer halben Million Besuchern in zwei Wochen. Während des Fests findet man in den Zelten traditionelle Blaskapellen, Schmalzgebäck und lokales Bier.
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