Guaporé, Schmuckproduktionszentrum in Rio Grande do Sul, Brasilien.
Guaporé ist ein Ort in den Hügeln und Tälern der Serra Gaúcha, dessen Landschaft von Erhebungen geprägt ist. Die Region ist vor allem für die Herstellung von Schmuck und Dessous bekannt, wobei diese Industrien das wirtschaftliche Leben dominieren.
Die Kolonie wurde 1892 gegründet und nahm Flächen der umliegenden Gebiete ein, um Platz für die wachsende Bevölkerung zu schaffen. Das Wachstum war schnell und führte dazu, dass sich die Siedlung in den folgenden Jahren zu einer etablierten Gemeinde entwickelte.
Der Ort bewahrt italienische Traditionen durch seine Architektur und religiöse Feiertage, bei denen man den Einfluss der Einwanderer deutlich sieht. Die Bewohner sprechen noch heute Talian, einen venetianischen Dialekt, der im Alltag lebendig bleibt.
Der Ort ist leicht zugänglich und eignet sich für einen Besuch, um die lokale Handwerksproduktion zu sehen und die architektonische Tradition zu erleben. Es gibt mehrere Wege, um die Schaukollektionen und Werkstätten zu besuchen, wo man die Arbeit der Handwerker beobachten kann.
Die Schmuck- und Wäscheindustrie begann hier 1907 mit einer Familie, die eine erste Werkstatt gründete und damit eine Tradition einleitete. Diese handwerkliche Aktivität machte den Ort später zu einem der größten Produktionszentren in Brasilien.
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