Santa María la Mayor, Jesuitenruinen in der Provinz Misiones, Argentinien.
Santa María la Mayor war eine Jesuitenmission, deren Überreste heute auf einem Hügel nahe dem Fluss Uruguay sichtbar sind. Steinmauern, Lehmwände und alte Wasserleitungen zeigen, wie die Siedlung aufgebaut war und Wasser nutzte.
Die Mission wurde 1626 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der Bildung und des Handwerks. Sie bestand bis 1767, als die Jesuiten aus den spanischen Kolonien vertrieben wurden.
Der Ort zeigt Spuren einer Gemeinschaft, die sich um die Lehren der Jesuiten versammelte und dabei ihre eigene Sprache bewahrte. Die Guarani-Sprache war hier lebendig und wurde in Dokumenten und im täglichen Leben verwendet.
Das Gelände liegt in einem geschützten Naturreservat und kann mit einem Führer erkundet werden. Eine gute Ausrüstung für Wanderungen ist empfehlenswert, da der Boden uneben ist und das Wetter wechselhaft sein kann.
Eine frühe Druckerpresse produzierte hier zwischen 1722 und 1724 die ersten gedruckten Bücher des Landes. Diese Bücher waren in mehreren Sprachen verfasst, darunter Guarani, und verbreiteten sich in der ganzen Region.
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