La Cangayé, Nationale Historische Stätte in der Provinz Chaco, Argentinien
La Cangayé ist eine archäologische Stätte mit Resten von Kolonialgebäuden am rechten Ufer des Río Bermejo. Die Fundamente und Artefakte, die bei Ausgrabungen freigelegt wurden, zeigen die physische Struktur dieser einstigen Siedlung.
Nach einem Friedensvertrag von 1774 zwischen dem spanischen Entdecker Gerónimo Luis de Matorras und dem Cacique Paykín wurde der Ort ab 1780 als Reduktion gegründet. Die Siedlung bestand nur etwa ein Jahrzehnt, wurde aber aus dieser Zeit aufgelöst.
Der Ort war ein Treffpunkt zwischen spanischen Missionaren und dem Mocoví-Volk, wo sich religiöse und indigene Praktiken vermischten. Heute kann man an den Ruinen noch nachvollziehen, wie diese beiden Welten hier aufeinanderstießen.
Die archäologischen Überreste können durch Besuche vor Ort erkundet werden, wobei Informationen über die Strukturen und Funde helfen, die Geschichte zu verstehen. Es ist ratsam, mit geeignetem Schuhwerk zu kommen, da das Gelände uneben und teilweise überwachsen ist.
Wissenschaftliche Ausgrabungen in den 1940er Jahren enthüllten die genaue Anordnung dieser Siedlung und zeigten, dass dort zeitweise etwa 900 Menschen lebten. Diese Untersuchungen machten La Cangayé zu einem wichtigen Beispiel für die Erforschung von Reduktionssiedlungen in Südamerika.
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