Río Pilcomayo, Flusssystem in den Gran Chaco Ebenen, Südamerika
Der Pilcomayo ist ein Flusssystem, das 2,500 km von den Anden durch Bolivien verläuft und an der Grenze zwischen Argentinien und Paraguay mündet. Das Wasser verändert seinen Verlauf häufig durch die flache Topographie der Gran Chaco-Ebene, wodurch Lagunen und Feuchtgebiete entstehen.
Seit 1876 dient dieser Fluss als internationale Grenze zwischen der argentinischen Provinz Formosa und Paraguay, nachdem beide Nationen ein Abkommen unterzeichneten. Frühe europäische Expeditionen im 16. Jahrhundert suchten hier nach Gold, fanden aber stattdessen Handelswege durch das Landesinnere.
Der Name stammt vom Quechua-Wort Pillku Mayu, das die rötliche Farbe des Wassers beschreibt, die durch mitgeführte Sedimente entsteht. Fischer und Gemeinden entlang des Flusses nutzen traditionelle Boote und Techniken, die seit Generationen weitergegeben werden.
Der untere Abschnitt von 660 km erlaubt die Fahrt mit kleinen Booten, wobei saisonale Überschwemmungen den Wasserstand und die Durchfahrt beeinflussen. Besucher sollten lokale Führer konsultieren, da sich die Kanäle regelmäßig verlagern und die Navigation erschweren.
Das Einzugsgebiet erstreckt sich über drei Länder und versorgt 1,5 Millionen Menschen mit Wasser, obwohl Bergbauabfälle die Wasserqualität beeinträchtigen. Der Fluss trägt manchmal so viel Sediment, dass er sein Bett hebt und neue Verzweigungen durch die Ebene bildet.
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