Tarata, Ort im Departamento Cochabamba, Bolivien
Tarata ist eine kleine Stadt in Bolivien im Departamento Cochabamba, unweit der gleichnamigen Departementshauptstadt, und gehört zum Kanton Tarata. Das Zentrum besteht aus kolonialen Gebäuden rund um die Plaza Aroma, darunter die Kirche San Pedro, das Kloster San José und ein Rathausturm mit Blick über die umliegenden Hügel.
Tarata entstand als franziskanische Missionsstation und das Kloster San José, das erste Kloster Boliviens, wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet. Von hier aus koordinierten die Franziskaner ihre Missionsarbeit in den östlichen Regionen Boliviens, darunter Moxos und Chiquitos.
Der Name Tarata stammt aus dem Quechua und beschreibt die Lage in einem Gebirgstal. Wer durch den Ort geht, trifft auf Frauen, die traditionelle Textilien weben, und auf religiöse Feste wie das Fest des Schutzpatrons San Severino im November.
Ein Besuch des Stadtzentrums ist gut zu Fuß möglich, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um die Plaza Aroma liegen. Lokale Busse aus Cochabamba fahren regelmäßig nach Tarata und die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde.
In der Kirche San Pedro wird ein Schwert aufbewahrt, das dem bolivianischen Präsidenten Mariano Melgarejo gehörte, einem der bekanntesten Staatschefs des Landes im 19. Jahrhundert. Melgarejo wurde in Tarata geboren, ebenso wie Rene Barrientos Ortuno, ein weiterer bolivianischer Präsident, und die Häuser beider Männer stehen noch heute in der Stadt.
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