Rio Tietê, Hauptfluss im Bundesstaat São Paulo, Brasilien
Der Tietê entspringt in den Bergen der Serra do Mar und fließt über 1150 Kilometer bis zu seiner Mündung in den Paraná. Auf seinem Weg durchquert er mehrere Großstädte und landwirtschaftliche Regionen des Bundesstaates São Paulo, bevor er sich nach Westen wendet.
Im 18. Jahrhundert diente dieser Wasserweg als Hauptroute für Expeditionen, die vom Hafen Aritaguaba zu den Minen weiter im Landesinneren aufbrachen. Die Staudämme entstanden später im 20. Jahrhundert und veränderten den natürlichen Flusslauf grundlegend.
Der Fluss trägt einen Namen aus der Tupi-Sprache, der sich auf die vielen Wasserfälle bezieht, die früher seinen Verlauf prägten. Heute fließt er durch Städte und Industriegebiete, wo seine Ufer zu Wegen für tägliche Pendler wurden.
Mehrere Dämme unterbrechen heute den Lauf und schaffen Stauseen, die zusammen über 1100 Kilometer schiffbare Wege bilden. Entlang der Ufer gibt es an manchen Abschnitten Parkanlagen und an anderen Stellen stärker industrialisierte Bereiche.
Die Quelle liegt nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt, doch der Fluss wendet sich sofort nach Westen und fließt ins Landesinnere. Dieser umgekehrte Verlauf macht ihn zu einem der wenigen brasilianischen Ströme, die sich von der Küste weg bewegen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.