Ibirama-La Klãnõ, Indigenes Territorium in Santa Catarina, Brasilien.
Ibirama-La Klãnõ ist ein indigenes Territorium in den Hochlandregionen Santa Catarinas mit einer Fläche von etwa 37.000 Hektar. Das Gebiet umfasst neun Dörfer, in denen Xokleng, Kaingang und Guarani Gemeinschaften zusammenleben und ihre Lebensweisen bewahren.
Das Territorium erhielt 1926 offiziellen Schutz, als Gouverneur Adolfo Konder Grenzen für die Xokleng festlegte, um die Konflikte um ihr Land zu beenden. Später führte der Bau des Norddamms in den 1970er Jahren zu erheblichen Veränderungen in der Siedlungsstruktur.
Die Xokleng bezeichnen sich selbst als Laklanõ, was Sonnenvolk bedeutet, und ihre Sprache und Zeremonien sind heute noch an vielen Orten lebendig. Man sieht überall Zeichen dieser Traditionen in alltäglichen Praktiken und gemeinschaftlichen Treffen.
Das Gebiet wird demokratisch durch einen Präsidentenchef und Regionalchefs geleitet, die durch Wahlen alle drei Jahre gewählt werden. Besucher sollten bedenken, dass es sich um bewohntes Land handelt und Respekt vor lokalen Regeln und Genehmigungen erforderlich ist.
Der Bau der Nordstaudamm in den 1970ern überflutete etwa 900 Hektar fruchtbaren Bodens und zwang Gemeinschaften zur Umsiedlung in höher gelegene Gebiete. Diese Umsiedlung prägte die heutige Verteilung der neun Dörfer im Territorium und ihre wirtschaftliche Situation nachhaltig.
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