Museu Arqueológico de Sambaqui de Joinville, Archäologisches Museum in Joinville, Brasilien
Das Sambaqui-Archäologiemuseum in Joinville dokumentiert das Leben der Strandbewohner Südbrasiliens vor Tausenden von Jahren durch Werkzeuge, Knochen und andere Objekte. Die Sammlung zeigt, wie diese Menschen fischten, aßen und zusammenlebten, alles bewahrt in den Muschelhügeln der Region.
Guilherme Tiburtius, 1892 in Berlin geboren und seit 1910 in Brasilien ansässig, trug zwischen den 1940er und 1960er Jahren über zwölftausend Stücke aus den Sambaquis der Region Joinville zusammen und hielt seine Grabungen in Karteikarten und Zeichnungen fest. Die Stadt kaufte die Sammlung 1963, das Museum wurde am 22. Dezember 1969 durch das Munizipalgesetz Nr. 1042 gegründet. Sein endgültiges Gebäude, in technischer Zusammenarbeit mit dem IPHAN entworfen und errichtet, wurde 1972 eröffnet.
Die Sammlungen zeigen Gegenstände aus dem täglichen Leben prähistorischer Küstenbewohner, von Fanggeräten bis zu rituellen Objekten. Besucher können in dieser Sammlung erkennen, wie diese frühen Gemeinschaften Fisch und Meeresfrüchte verarbeiteten und ihre religiösen Praktiken lebten.
Das Museum ist eine Einheit der Fundação Cultural de Joinville. Sein 1972 eingeweihter Sitz wurde in technischer Zusammenarbeit mit dem IPHAN, dem nationalen Denkmalinstitut, entworfen und gebaut. Das Museum wahrt zudem das archäologische Erbe der Stadt, eine Aufgabe, die durch das kommunale Organgesetz von 1990 bekräftigt wurde.
Die Sammlung des Museums geht auf Guilherme Tiburtius zurück, einen in Berlin geborenen Forscher, der sich 1910 in Brasilien niederließ. Ohne akademische Ausbildung in Archäologie untersuchte und dokumentierte er zwischen den 1940er und 1960er Jahren Sambaquis, finanzierte die Arbeit selbst und verkaufte seine über zwölftausend Stücke 1963 an die Stadt.
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