Carambeí, Niederländische Siedlungsgemeinde in Paraná, Brasilien
Carambeí ist eine Gemeinde in Paraná im südlichen Brasilien, die sich über Hochland mit etwa 1000 Metern Höhe erstreckt. Das Gebiet zeigt niederländische Siedlungsmuster und wurde von europäischen Einwanderern geprägt, die eine eigene Wirtschaftsgemeinschaft gründeten.
Die Gemeinde wurde 1911 von niederländischen Auswanderern gegründet, die sich in dieser Region niederließen und eine Genossenschaft aufbauten. Sie erhielt 1995 den offiziellen Status einer Gemeinde und formalisierte damit ihre Verwaltungsstruktur.
Das Historische Park zeigt traditionelle niederländische Häuser, wo Besucher die europäische Einwanderergeschichte in Museen und Ausstellungsräumen erleben können. Die Architektur und die dort ausgestellten Objekte vermitteln einen Eindruck von den Lebensweisen der ersten Siedler aus Europa.
Der Ort liegt auf einer Höhe, die bedeutet, dass es hier kälter ist als in tieferen Gebieten Brasiliens, mit Temperaturen zwischen etwa 10 Grad Celsius im Winter und 27 Grad Celsius im Sommer. Besucher sollten je nach Jahreszeit passende Kleidung mitbringen, da Frost und kühle Nächte möglich sind.
Der Name stammt aus Guarani-Worten ab und bedeutet "Schildkrötenwasser" in Bezug auf einen lokalen Fluss. Diese Namensgabe zeigt die historische Verbindung zwischen den niederländischen Siedlern und der bereits präsenten indigenen Kultur der Region.
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