Fazenda Capão Alto, Historischer Bauernhof und Museum in Castro, Brasilien
Fazenda Capão Alto ist ein Landgut mit Museum in Castro, das Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten vereint. Das Anwesen umfasst ein Herrenhaus von 1858, Ruinen einer Kapelle von 1740 und Wohngebäude von Sklaven auf ausgedehnten Weideflächen.
Das Land wurde 1704 als Sesmaria vergeben und entwickelte sich zu einem wichtigen Zwischenstopp für Viehtreiber auf den Routen zwischen Viamão und Sorocaba während der Kolonialzeit. Die Kapelle entstand bereits in den 1740er Jahren auf diesem Areal, was dessen frühe Besiedlung belegt.
Die Bauten auf dem Gelände zeigen verschiedene Epochen und Konstruktionsmethoden. Die Lehmwellerbauweise der älteren Gebäude offenbart handwerkliche Techniken aus der Kolonialzeit, die Besucher beim Erkunden der Strukturen unmittelbar nachvollziehen können.
Das Anwesen erfordert vorherige Absprache, daher sollten Besucher vorher anrufen, um einen Besuch zu organisieren. Die saisonalen Öffnungszeiten variieren, weshalb es ratsam ist, die Bedingungen vor der Planung zu klären.
Nach dem Abzug der Karmelitenpriester gründeten Sklaven hier eine selbstverwaltete Gemeinde unter dem Schutz der Nossa Senhora do Carmo. Diese eigenständige Siedlung stellt ein seltenes Beispiel für Autonomie und Selbstorganisation ehemaliger Versklavter dar.
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