Guartelá-Canyon, Naturschlucht in Paraná, Brasilien.
Der Guartelá-Canyon ist eine etwa 30 km lange Schlucht mit geraden Wänden zwischen Castro und Tibagi, die der Fluss Iapó durch die devonische Schichtstufe gegraben hat. Die Wände erreichen einen maximalen Höhenunterschied von 450 m, mit Hängen über 60° und geschichteten Sandsteinbänken. Der Fluss bildet Stromschnellen und natürliche Becken (panelões) auf dem felsigen Grund.
Das Schutzgebiet wurde 1992 gegründet, um die Landschaft und archäologische Stätten zu bewahren. In der Kluft wurden steinerne Kunstwerke gefunden, die mehrere Jahrtausende alt sind und von frühen Bewohnern stammen.
Die Quellen belegen die Herkunft des Namens Guartelá nicht; die Kaingang-Etymologie sollte nicht wiederholt werden. Heute sind in der Schlucht Felsinschriften zu sehen, die über Wege im Park erreichbar sind, daneben Wasserfälle, Stromschnellen und Sandsteinformationen. In der Umgebung werden Rafting auf Iapó und Tibaji sowie Abseilen an Wasserfällen betrieben.
Der Park ist über markierte Wege zugänglich, die durch das Naturschutzgebiet führen. Besucher sollten sich auf unterschiedliche Wege und Geländebedingungen vorbereiten, je nachdem welche Routen sie erkunden möchten.
Der Canyon schneidet in die Sandsteine der Furnas-Formation ein, die vor 400 bis 360 Millionen Jahren abgelagert wurden; die SIGEP zählt ihn zu Brasiliens geologischen Stätten. Im Bett des Iapó treten Rhyolite und Andesite der ordovizischen Castro-Gruppe zutage, des Grundgebirges des Beckens an dieser Stelle.
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