Cananéia, Küstengemeinde in São Paulo, Brasilien
Cananéia ist eine Küstengemeinde im südlichsten Teil des Bundesstaates São Paulo in Brasilien, die sich auf einer Insel zwischen dem Atlantik und mehreren Flussmündungen erstreckt. Die Stadt selbst liegt am Rande eines weiten Mosaiks aus Mangroven, Buchten und geschützten Inseln, die das Festland von der offenen See trennen.
Die erste dauerhafte europäische Siedlung an der Stelle entstand im frühen 16. Jahrhundert, als Seefahrer die Bucht als Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden nutzten. Die Stadt entwickelte sich später zu einem wichtigen Hafen für den Handel mit Reis und Fisch, bevor die Verkehrswege nach Westen verlagert wurden.
Der Name geht auf ein Wort der Tupi-Sprache zurück und bedeutet ‚Haus des Meeres', was die jahrhundertealte Bindung zwischen den Bewohnern und dem Wasser widerspiegelt. Viele Familien leben auch heute noch vom Fischfang und der Austernzucht, und man sieht überall Boote, die am Kai vertäut sind oder durch die Kanäle gleiten.
Man erreicht die Stadt über eine Fähre oder eine Brücke, und die meisten Unterkünfte befinden sich im Zentrum oder entlang der Uferpromenade. Das Wetter ist feucht und warm, daher empfiehlt sich leichte Kleidung und Mückenschutz, besonders in der Nähe der Mangroven.
In der Bucht schwimmen Tucuxi-Delfine, eine kleine graue Art, die meist in Gruppen nahe der Inseln auftaucht und sich zwischen den Booten hindurchbewegt. Die Forschungsstation des Instituts für Ozeanographie untersucht auch die Erhaltung der Mangroven, die zu den größten Brasiliens zählen.
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