Queimada Grande, Geschützte Insel im Bundesstaat São Paulo, Brasilien.
Die Ilha da Queimada Grande ist eine geschützte Insel im Bundesstaat São Paulo, die sich 206 Meter über dem Atlantik erhebt und etwa 43 Hektar umfasst. Das Gelände besteht aus dichten Regenwaldabschnitten im Inneren und offenen Felsbereichen entlang der Küste.
Das Landstück trennte sich vor etwa 11.000 Jahren vom brasilianischen Festland, als der Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit anstieg. Diese Isolation führte zur Entwicklung einer einzigartigen Schlangenpopulation, die sich unabhängig von Festlandarten entwickelte.
Brasilianische Wissenschaftler vom Instituto Butantan besuchen das Gebiet regelmäßig, um die endemische Goldene Lanzenotter zu erforschen, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt. Diese Expeditionen finden unter strengen Sicherheitsprotokollen statt und tragen zum Verständnis dieser isolierten Population bei.
Die brasilianische Marine kontrolliert den Zugang streng, und Besuche erfordern spezielle Genehmigungen von Naturschutzbehörden. Selbst mit offizieller Erlaubnis begleiten Biologen und Sicherheitspersonal jede Landung wegen der extremen Gefahr durch Schlangen.
Das Gebiet beherbergt die höchste Konzentration giftiger Schlangen weltweit, mit Schätzungen von einer Schlange pro Quadratmeter in bestimmten Zonen. Diese Dichte entstand, weil die Tiere auf Zugvögel als Nahrungsquelle angewiesen sind und sich entsprechend vermehrten.
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