Andradas Fort, Küstenfestung in Guarujá, Brasilien.
Das Forte Andradas ist eine Küstenverteidigungsanlage in Guarujá, im Bundesstaat São Paulo, die größtenteils unter der Erde liegt. Die Anlage besteht aus mehreren miteinander verbundenen unterirdischen Kammern, darunter Munitionslager, Maschinenräume, eine Küche und Unterkünfte.
Die Bauarbeiten begannen 1938 mit dem Ziel, den Hafen von Santos im Zweiten Weltkrieg zu schützen. Es war die letzte Anlage dieser Art, die in Brasilien errichtet wurde.
Die Festung trägt den Namen der Brüder Andrada, die eine zentrale Rolle in der brasilianischen Unabhängigkeitsbewegung des frühen 19. Jahrhunderts spielten. Ihr Name ist heute noch an der Fassade sichtbar und erinnert Besucher an diesen Bezug zur Nationalgeschichte.
Führungen sind die empfohlene Art, das Gelände zu erkunden, da die unterirdischen Bereiche ohne Begleitung schwer zugänglich sind. Eine Voranmeldung wird empfohlen, da die Besucherzahl begrenzt sein kann.
Im Freien sind noch vier Krupp-Geschütze mit einem Kaliber von 280 mm zu sehen, die zu den schwersten ihrer Zeit gehörten. Diese Waffen wurden nie im Kampf eingesetzt, da Brasilien während des Zweiten Weltkriegs keinem direkten Angriff ausgesetzt war.
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