Memorial da América Latina, Kultur- und Politikkomplex in Barra Funda, Brasilien
Das Latein Amerika Memorial ist ein Bau- und Museumskomplex im Stadtviertel Barra Funda in São Paulo, der sich über mehr als acht Hektar erstreckt. Mehrere Gebäude sind durch Fußgängerbrücken verbunden und umschließen zwei zentrale Plätze mit Ausstellungsflächen für Kunst und Dokumentation.
Der Komplex wurde im März 1989 unter dem Gouverneur Orestes Quércia eingeweiht und sollte die kulturellen Bande zwischen Brasilien und seinen Nachbarländern stärken. Oscar Niemeyer entwarf sieben modernistische Bauten, die gemeinsam einen offenen Dialog über die gemeinsame Vergangenheit des Kontinents führen.
Die Victor Civita Bibliothek bewahrt rund 30.000 Bände über lateinamerikanische Themen auf und bietet Lesern einen ruhigen Raum zum Stöbern. Der Pavillon der Kreativität zeigt handwerkliche Arbeiten aus der Region und gibt Einblick in traditionelle Fertigkeiten verschiedener Völker.
Der Komplex öffnet von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 Uhr morgens und 18 Uhr abends und der Eintritt ist frei. Alle Gebäude und Außenbereiche sind barrierefrei zugänglich und ermöglichen entspanntes Erkunden.
Eine betonierte Skulptur auf dem Bürgerplatz zeigt eine große Hand, die eine rote Karte Lateinamerikas hält und an vergangene Konflikte erinnert. Die Form der Hand wirkt offen und einladend, während die Farbe der Karte symbolisch für die gemeinsamen Kämpfe der Region steht.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.