Campos do Jordão, Bergresort-Gemeinde in São Paulo, Brasilien
Campos do Jordão ist eine Berggemeinde im Bundesstaat São Paulo in Brasilien, die auf 1628 Metern Höhe liegt und von bewaldeten Hügeln und Tälern umgeben ist. Die Straßen zeigen Häuser im deutschen und schweizerischen Stil mit spitzen Dächern und Holzfassaden, durchzogen von Alleen mit hohen Nadelbäumen.
Die Gemeinde erhielt im April 1874 offiziellen Status, nachdem sie sich zunächst als Erholungsort für Lungenkranke entwickelt hatte. Ab den 1930er Jahren verwandelte sich der Ort durch den Ausbau von Hotels und Ferienhäusern in ein Winterurlaubsziel für wohlhabende Familien aus São Paulo und Rio de Janeiro.
Das Festival internacional de Inverno findet jeden Juli statt und verwandelt die Stadt in einen Treffpunkt für Liebhaber klassischer Musik mit Konzerten in verschiedenen Aufführungsorten. Besucher können in den Vierteln Capivari und Jaguaribe die alpine Architektur bewundern, die an Schweizer und deutsche Bergorte erinnert und von den europäischen Wurzeln der Region zeugt.
Das gemäßigte Klima bringt in den Wintermonaten Juni bis August Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und gelegentlich Frost, weshalb warme Kleidung notwendig ist. Die zentrale Zone Capivari lässt sich zu Fuß erkunden, während die umliegenden Aussichtspunkte und Parkanlagen mit dem Auto oder lokalen Shuttlebussen erreichbar sind.
Der Parque Estadual de Campos do Jordão schützt auf 8000 Hektar Reste des atlantischen Regenwaldes und beherbergt natürliche Bestände der brasilianischen Araukarie, einer Nadelbaumart, die anderswo selten geworden ist. Wanderwege führen durch diese Wälder und erlauben Begegnungen mit Papageien, Agutis und anderen Tieren der Serra da Mantiqueira.
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