Mãe Preta, Gedenkstatue am Largo do Paiçandu, São Paulo, Brasilien.
Das Denkmal Mãe Preta ist eine Bronzeskulptur auf einem Steinsockel in der Nähe des Largo do Paiçandu. Es zeigt eine afrikanische Frau, die ein Kind stillt und mit blicklos wirkenden Augen sitzt.
Das Werk wurde 1955 vom Bildhauer Júlio Guerra geschaffen, nachdem Schwarze Gemeinschaften der Stadt über viele Jahre für ein Denkmal gekämpft hatten. Seine Erstellung war Teil der Bemühungen, die Geschichte versklavter Menschen in São Paulo sichtbar zu machen.
Das Denkmal zeigt die erzwungene Rolle versklavter Frauen als Ammen für Kinder weißer Familien. Diese Darstellung macht die alltägliche Realität dieser Frauen sichtbar und erinnert an ihre unsichtbaren Beiträge in der Stadt.
Das Denkmal liegt zwischen den U-Bahn-Stationen São Bento und República und ist daher leicht erreichbar. In der Nähe befindet sich auch die Igreja de Nossa Senhora do Rosário dos Homens Pretos, die für einen erweiterten Besuch interessant sein kann.
Mehr als 500 Menschen unterzeichneten eine Petition zur Unterstützung des Denkmals, bevor es gebaut wurde. Es bleibt das einzige Werk, das eine schwarze Person darstellt und zum 400. Jahrestag der Stadt entstand.
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