Edifícios industriais da Rua Borges de Figueiredo, Industriekomplex im Mooca-Viertel, São Paulo, Brasilien.
Die Edifícios industriais da Rua Borges de Figueiredo umfassen 24.284 m² entlang der Rua Borges de Figueiredo; die Hallen stehen diagonal zur alten Eisenbahnlinie, heute der Bahnhof Juventus-Mooca. Die Hallen aus Ziegel und Stahlbeton haben Holzdächer mit Keramikziegeln, die teilweise durch Faserzementplatten ersetzt wurden. Die Hallen der Duchen-Keksfabrik besitzen zudem Metallbinder und Oberlichter.
1906 bezog das Unternehmen Francisco Matarazzo das Gelände an der Rua Borges de Figueiredo 680–828 und teilte es mit der im selben Jahr errichteten Streichholzfabrik Fiat Lux. 1908 erwarb die französische Firma Societé Anonyme Anciens Établissements Duchen einen Teil des Grundstücks für eine Keksfabrik. Der zwischen 1906 und 1926 nach Plänen von Otto Nilsson und Fred Reimann errichtete Komplex diente zudem als Lager und möglicherweise als Ölfabrik.
Der Name des Komplexes vereint drei Firmen: die Matarazzo-Industrien, die Streichholzfabrik Fiat Lux und die Keksfabrik Duchen. Das Viertel Mooca wuchs entlang der São Paulo Railway, die neben den Lagerhallen verlief; die diagonal zu den Gleisen bei der heutigen Station Juventus-Mooca gestellten Hallen prägten den industriellen Charakter des Viertels.
Der Komplex gehört der CBL (Companhia Brasileira de Latas), die dort Blechdosen herstellt; die Hallen sind Arbeitsstätten und nicht für Besucher geöffnet. Die Hallen stehen diagonal zur alten Trasse der São Paulo Railway, neben dem heutigen Bahnhof Juventus-Mooca; den Schornstein von Fiat Lux erkennt man an der Grenze zum Übertragungsstreifen von Eletropaulo.
Der alte Schornstein der Fiat Lux Zündholzfabrik steht noch heute und ist das letzte erhaltene Beispiel dieser Art von Industriearchitektur in der Stadt. Sein Anblick erinnert daran, wie unterschiedlich die Fabriken damals aussahen und funktioniert haben.
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