Paraty, Koloniale Hafengemeinde in Rio de Janeiro, Brasilien
Paraty ist eine Küstengemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, zwischen dem Meer und bewaldeten Hügeln gelegen. Das historische Zentrum besteht aus weißen Gebäuden mit farbigen Fenstern und Türen, die sich entlang von Kopfsteinpflasterstraßen aufreihen, die nur für Fußgänger und Radfahrer zugänglich sind.
Die Siedlung entstand 1597 und wuchs im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Hafen heran, über den Gold aus Minas Gerais nach Portugal verschifft wurde. Mit dem Bau neuer Eisenbahnlinien verlor der Ort seine Handelsbedeutung und blieb dadurch in seiner kolonialen Gestalt weitgehend erhalten.
Der Name kommt von einem einheimischen Fisch aus der Region, und die Häuser tragen oft blaue, gelbe oder rote Türrahmen als Zeichen ihrer ursprünglichen Funktion. Handwerker verkaufen lokal gebrannte Cachaça in kleinen Geschäften entlang der verkehrsfreien Gassen, und bemalte Boote liegen im Hafen vor Anker.
Busse fahren regelmäßig nach Rio de Janeiro und São Paulo, und die Bundesstraße BR-101 ermöglicht die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug. Das Zentrum ist flach und gut zu Fuß zu erkunden, aber außerhalb können Wege ins hügelige Umland steil sein.
Bei hohem Wasserstand fließt Meerwasser durch schmale Kanäle in die Straßen des historischen Zentrums und spült die Steinpflaster auf natürliche Weise. Diese regelmäßige Flut war in der Kolonialzeit eine einfache Methode, um Schmutz und Abfall aus den Gassen zu entfernen.
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