Museu do Índio, Indigenes Museum in Botafogo, Brasilien.
Das Museu do Índio ist ein völkerkundliches Museum in Botafogo, Rio de Janeiro, das sich auf die indigenen Völker Brasiliens spezialisiert hat. Es bewahrt Objekte, Fotografien, Tonaufnahmen und Dokumente, die das Leben einer großen Zahl von Gemeinschaften aus dem ganzen Land festhalten.
Das Museum wurde 1953 von dem Anthropologen Darcy Ribeiro gegründet und war damit die erste staatliche Einrichtung Brasiliens, die ausschließlich den indigenen Kulturen gewidmet war. In den späten 1970er Jahren zog es in ein Herrenhaus aus dem späten 19. Jahrhundert in Botafogo um, wo es noch heute untergebracht ist.
Das Museum befindet sich in einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, das selbst Teil der Ausstellung zu sein scheint. Im Garten stehen originale Wohnbauten, die von indigenen Gruppen nach ihren eigenen Techniken errichtet wurden, was dem Besuch eine sehr konkrete Dimension verleiht.
Das Museum ist zu Fuß vom Stadtteil Botafogo aus gut erreichbar und befindet sich in der Nähe der U-Bahn-Station. Da die Sammlung umfangreich ist, lohnt es sich, sich ausreichend Zeit einzuplanen, um sowohl die Innenräume als auch den Außenbereich in Ruhe zu erkunden.
Das Museum verfügt über eine Bibliothek, die Tausende von Stunden an Tonaufnahmen in indigenen Sprachen enthält, von denen einige heute kaum noch gesprochen werden. Diese Aufnahmen sind nicht nur für Forscher zugänglich, sondern machen das Archiv zu einem lebendigen Zeugnis von Sprachen, die man sonst nirgends hören kann.
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