Fazenda do Pocinho, human settlement in Brazil
Fazenda do Pocinho ist ein großer historischer Bauernhof zwischen Vassouras und Barra do Piraí, gelegen in der Nähe des Flusses Paraíba do Sul. Das Gelände umfasst Ruinen von Wohnhäusern, einer dreistöckigen Kaffeerösterei aus Holz, Lagergebäuden, Silo und Überresten von Sklavenhütten, alle aus traditionellen Materialien wie Stein und Leichtlehmbau errichtet.
Der Hof wurde in den 1820er Jahren gegründet und durchlief mehrere Besitzwechsel, einschließlich durch Joaquim José Pereira de Faro, den ersten Barão do Rio Bonito, und später durch vermögende Kaufleute. Die Kaffeeproduktion machte ihn zu einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum in der Region, bis die Plantage im späten 20. Jahrhundert aufgegeben wurde und 1987 unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Der Name Pocinho bezieht sich auf einen kleinen Bach, der die Gegend prägt und die historische Bedeutung des Ortes für die lokale Bevölkerung unterstreicht. Die Ruinen zeigen heute noch die einfache, funktionale Bauweise von Bauernhöfen aus dem 19. Jahrhundert, die das Leben und die Arbeit in dieser Zeit widerspiegeln.
Das Gelände ist über die Hauptstraße erreichbar und Besucher können frei durch die Ruinen und Felder gehen, ohne große Besucherfacilitäten zu erwarten. Die beste Zeit zum Besuch ist bei trockenem Wetter, da der Boden bei Nässe morastig werden kann und einige Strukturen aufgrund ihres Zustands nicht betreten werden können.
Die ursprünglich geplante große Herrenhaus wurde niemals gebaut; stattdessen wurde ein kleineres Haus des Verwalters genutzt, was zeigt, wie die Realität von den ursprünglichen Plänen abwich. Der hohe hölzerne Kaffeemill ist weiterhin eines der auffälligsten Überreste und verdeutlicht die Skalierung und Anstrengung des historischen Betriebs.
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