São Gonçalo, Verwaltungsregion im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien
São Gonçalo ist eine Großstadt im Bundesstaat Rio de Janeiro, die sich entlang der östlichen Küste der Guanabara-Bucht erstreckt und Wohn- sowie Gewerbeviertel miteinander verbindet. Die dicht bebauten Straßen führen von der Küste landeinwärts zu Hügeln, die von kleineren Häusern und lokalen Märkten gesäumt sind.
Tupinambá-Gruppen lebten hier bis zur Ankunft der Jesuiten Ende des 16. Jahrhunderts, die eine Mission und später eine Kapelle gründeten. Die Region wuchs im 20. Jahrhundert rasch, als Fabriken Arbeiter aus anderen Teilen Brasiliens anzogen.
Der Name ehrt einen portugiesischen Heiligen aus dem 13. Jahrhundert, dessen Verehrung die Jesuiten in die Region brachten. Sein Bildnis erscheint heute in mehreren Kirchen und öffentlichen Gebäuden der Stadt.
Wer die Stadt besucht, kann sich am besten mit Bussen oder dem Auto fortbewegen, da die Viertel weit auseinandergezogen sind. Die Hauptstraßen führen nach Niterói und weiter nach Rio, während lokale Routen die Wohngebiete miteinander verbinden.
Während des Zweiten Weltkriegs entstanden hier so viele Textilfabriken, dass Einheimische die Stadt mit der englischen Industriemetropole verglichen. Dieser Spitzname bleibt bis heute erhalten, obwohl die meisten Fabriken längst geschlossen sind.
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