Altstadt von Ouro Preto, Koloniales Architekturensemble in Minas Gerais, Brasilien
Ouro Preto ist ein Kolonialstädtchen auf steilen Hängen in Minas Gerais, das mit gewundenen Gassen, öffentlichen Gebäuden, Wohnhäusern, Brunnen, Brücken und Kirchen mit geschwungener Barockarchitektur geprägt ist. Die Häuser drängen sich eng aneinander, manche mit vergoldeten Fassaden und bemalten Türrahmen, während Steintreppen zwischen den Ebenen verbinden.
Die Stadt entstand während des brasilianischen Goldrausches 1698 und wurde von 1720 bis 1897 Hauptstadt der Provinz Minas Gerais. Dieser lange Zeitraum als politisches und wirtschaftliches Zentrum prägte ihre architektonische und künstlerische Entwicklung.
Die Kirche São Francisco de Assisi zeigt aufwendige Steinmetzarbeiten von Antônio Francisco Lisboa und Deckengemälde von Manuel da Costa Athaide. Diese Werke prägen bis heute das religiöse Leben und das Aussehen der Stadt.
Die historische Mitte beherbergt mehrere Museen, darunter die Bergbauschule im ehemaligen Palast des Gouverneurs und das Inconfidência-Museum im früheren Gefängnis. Die steilen Gassen bedeuten viel Auf- und Abstieg, daher sollten bequeme Schuhe und etwas Zeit eingeplant werden.
Beschränkungen der portugiesischen Krone für Ordensgemeinschaften in Minas Gerais führten dazu, dass Kirchen ohne konventionelle Klöster entstanden. Diese Einschränkung zwang Künstler und Baumeister zu innovativen Lösungen, die anderswo in Brasilien nicht zu sehen sind.
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