Serra da Canastra National Park, Nationalpark in Minas Gerais, Brasilien
Die Serra da Canastra ist ein Nationalpark in Minas Gerais, Brasilien, der sich über sechs Gemeinden erstreckt und von Hochebenen mit dichten Graslandschaften durchzogen wird. Das Gelände fällt zu tiefen Tälern ab, wo Bäche durch Schluchten fließen und an mehreren Stellen über Felskanten stürzen.
Die Regierung schuf diesen Schutzraum im Jahr 1972, um die Quellgebiete des São Francisco sowie die Bergökosysteme zu bewahren. Jahrzehnte später erweiterten Behörden die Verwaltungszone und integrierten benachbarte Gebiete in das Erhaltungsnetzwerk.
Die Region verdankt ihren Namen dem Korbgeflecht, das portugiesische Siedler in den Bergformen wiedererkannten und das bis heute die lokale Handwerkstradition prägt. Bauernhöfe außerhalb des Schutzgebiets stellen den mild gereiften Canastra-Käse nach überlieferten Methoden her und beliefern Händler in der ganzen Provinz.
Mehrere Wanderwege durchziehen das Gelände und führen zu Aussichtspunkten über die Täler sowie zu Wasserfällen, die in der Regenzeit am eindrucksvollsten sind. Besucher sollten früh aufbrechen, um die Mittagshitze zu meiden, und ausreichend Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen.
Das Schutzgebiet beherbergt seltene Arten wie den Brasilenten, der nur in klaren Bächen brütet und weltweit stark gefährdet ist. Vogelbeobachter reisen oft weite Strecken, um diesen scheuen Wasservogel in seinem natürlichen Lebensraum zu sehen.
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