Paracatu, Bergbaugemeinde in Minas Gerais, Brasilien
Paracatu ist eine Gemeinde im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien, die sich über das brasilianische Hochland erstreckt. Die Umgebung wechselt zwischen sanften Hügeln und weiten Ebenen, mit landwirtschaftlichen Flächen und modernen Abbaugebieten am Stadtrand.
Die Gründung erfolgte 1798 unter dem Namen Vila de Paracatu do Príncipe, nachdem Mitte des 18. Jahrhunderts Gold- und Silbervorkommen entdeckt worden waren. Der Bergbau prägte die Entwicklung der Siedlung über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg.
Der Name stammt aus der Tupi-Sprache und bedeutet "guter Fluss", was sich auf den gleichnamigen Wasserlauf bezieht. In der Altstadt stehen barocke Kirchen aus dem 18. Jahrhundert, die heute noch für Gottesdienste genutzt werden.
Ein Krankenhaus mit Dutzenden Betten und weitere Gesundheitseinrichtungen befinden sich im Stadtgebiet. Der örtliche Flughafen verbindet die Region mit anderen brasilianischen Städten und erleichtert die Anreise aus größeren Ballungszentren.
Mehrere Quilombola-Gemeinden leben in der Umgebung und bewahren Traditionen, die auf die Nachkommen geflohener Sklaven zurückgehen. Ihre Siedlungen liegen verstreut in der ländlichen Zone und sind Teil der regionalen Identität.
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