Church of the Archbrotherhood of Saint Francis of Assisi, Kolonialkirche in Sabará, Brasilien.
Die Kirche der Erzbruderschaft des Heiligen Franz von Assisi hat ein einschiffiges Langhaus und einen Chor, errichtet aus Steinmauerwerk. Die Fassade zeigt eine mittige Tür, bekrönt von einem Relief, einer Nische und einem franziskanischen Emblem, darüber zwei Fenster mit Balkon und ein wellenförmiger Giebel zwischen zwei Glockentürmen mit pyramidalen Spitzen. Der Chor birgt einen großen Holzaltar in Form eines gestuften Throns und eine Deckenmalerei Unserer Lieben Frau von den Engeln, umgeben von den Evangelisten.
Der Bau begann 1761 als einfache Kapelle der Erzbruderschaft vom Cord des heiligen Franziskus der Braunen Männer, Unserer Lieben Frau, Königin der Engel, geweiht. Am 6. Juli 1772 erhielt die Bruderschaft die Erlaubnis für eine große Kirche, doch da sie arm war, ging der Bau langsam voran und wurde nie ganz vollendet. Zwischen 1798 und 1805 kam Bewegung hinein; die Türme waren 1849 fertig, und die alte Kapelle im Inneren wurde erst 1864 abgetragen.
Die Bruderschaft, die sie errichtete, ist die Erzbruderschaft vom Gürtel des heiligen Franziskus der Braunen Männer, 1761 gegründet, die zunächst eine einfache Kapelle Unserer Lieben Frau, Königin der Engel, weihte. Die Karwoche bleibt zentral: Am Gründonnerstag wird das Grab Christi mit der verehrten Figur des toten Herrn geöffnet, und die Nacht wird beim Velório de Cristo, einer rund 300 Jahre alten Tradition, durchwacht. Die Procissão do Fogaréu, um 1850 gegründet, zieht von hier zur Kapelle Nosso Senhor Bom Jesus mit dem Bild Unserer Lieben Frau der Schmerzen.
Die Kirche liegt am Hang der Altstadt von Sabará; der Zugang führt bergauf, die umliegenden Gassen sind steil und gepflastert. Man betritt sie durch das Mittelportal unter dem Franziskaneremblem; hinter dem Triumphbogen öffnet sich der Chorraum mit bemaltem Holzplafond und stufenförmigem Altar. Die Seitenaltäre und Kanzeln des Schiffes sind im Morgenlicht am besten zu sehen. Das Gotteshaus ist aktive Pfarrkirche und IPHAN-Denkmal; bei Gottesdiensten halten sich Besucher in den Seitenschiffen auf.
Die ursprüngliche Kapelle von 1761 blieb bis zu ihrem Abbau 1864 innerhalb der neuen Mauern erhalten; die Kirche wurde nie ganz vollendet. Das Specksteinrelief des Portals stammt von Domingos Pinto Coelho, tätig 1822, der auch die überlebensgroße Unsere Liebe Frau der Engel und den Toten Herrn unter dem Altartisch schnitzte.
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