Sabará, Gemeinde in Minas Gerais, Brasilien
Sabará ist eine Gemeinde in der Metropolregion Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais, Brasilien, mit einem gut erhaltenen kolonialen Stadtkern aus alten Steinhäusern und Kirchengebäuden. Die Stadt liegt auf hügeligem Gelände, das vom Rio das Velhas durchflossen wird.
Die Siedlung entstand Ende des 17. Jahrhunderts, als Goldsucher die Region erkundeten, und wurde schnell zu einem der wichtigsten Abbauorte in der Kolonie. Nach dem Rückgang des Goldabbaus verlangsamte sich das Wachstum, aber das koloniale Erbe blieb im Stadtbild erhalten.
Sabará ist bekannt für seine Barockkirchen aus der Kolonialzeit, die man beim Spaziergang durch das historische Zentrum direkt besichtigen kann. Besonders auffällig ist die Kirche Nossa Senhora do Ó, deren Innenraum reich mit chinesisch beeinflussten Ornamenten verziert ist, was an den globalen Handel jener Epoche erinnert.
Sabará liegt wenige Kilometer von Belo Horizonte entfernt und ist über gut ausgebaute Straßen sowie öffentliche Verkehrsmittel erreichbar. Das historische Zentrum ist kompakt und lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Gebäude nah beieinander liegen.
Die Kirche Nossa Senhora do Ó in Sabará ist eine der wenigen Kirchen in Brasilien mit chinesischen Azulejos im Inneren, die über portugiesische Handelsnetzwerke dorthin gelangten. Dieses Detail macht sie zu einem seltenen Beispiel des kulturellen Austauschs zwischen Asien und dem kolonialen Brasilien.
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