Serra da Piedade, Gipfel in Caeté, Minas Gerais, Brasilien.
Die Serra da Piedade ist eine geologische Formation in der Gemeinde Caeté in Minas Gerais, die 1.746 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Sie setzt die Serra do Curral fort und bildet die Nordgrenze des Quadrilátero Ferrífero. Auf dem Gipfel steht die Capela de Nossa Senhora da Piedade, begonnen um 1704, neben dem astronomischen Observatorium der UFMG und den Radaranlagen des CINDACTA.
Der Höhenzug war seit Beginn des 17. Jahrhunderts bekannt; ein königliches Schreiben vom 23. März 1664 schreibt Lourenço Castanho Taques die Erschließung der "Sertões de Caeté" zu. Er ist identisch mit der Serra do Sabarabuçu, an die sich Silberbergbau-Legenden knüpften, die seit dem späten 16. Jahrhundert Abenteurer anzogen. Die Kapelle auf dem Gipfel wurde um 1704 begonnen und um 1770 vollendet.
Auf dem Gipfel liegt das Heiligtum Nossa Senhora da Piedade, der Schutzpatronin von Minas Gerais und Ziel traditioneller Wallfahrten. Die Kapelle, um 1704 begonnen und um 1770 vollendet, ist der einzige erhaltene historische Bau des Berges. 1817 verbrachte der französische Naturforscher Auguste de Saint-Hilaire mehrere Tage hier und notierte, dass Eremiten und Pilger in Gebäuden um die Kirche lebten, darunter die Büßerin Schwester Germana, die das Volk für eine Heilige hielt.
Die Anfahrt erfolgt über die BR-381 und dann die MG-435 mit Auffahrt am Kreuz Caeté; die Strecke zum Heiligtum beträgt etwa 5 km. Vom Zentrum von Belo Horizonte dauert die Fahrt auf kurviger Straße rund 1 Stunde 15 Minuten; der Ort ist Caetés erstes Ausflugsziel.
Auf dem Gipfel stehen auch die Radare des CINDACTA, der brasilianischen Flugsicherung, die von dieser Höhe aus den Himmel der Region überwachen. Dieselben Winde, die im Winter Frost bringen, begleiten die Antennen neben dem Heiligtum. Das astronomische Observatorium der UFMG teilt sich den Grat mit ihnen.
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